top of page

Was sind Familien-Aufstellungen ?

Wir alle leben in Beziehungen. Viele davon sind sichtbar, wie z.B. unser Partner, eigene Kinder, Mutter und Vater, Geschwister, aber auch Nachbarn, Kollegen oder Vorgesetzte. Zusätzlich umgeben uns nicht-sichtbare Beziehungen wie Verstorbene, Ausgegrenzte, Verdrängte oder Verachtete sowie Ungeborene.

Familien-Stellen ist eine wirksame Methode, um wichtige und schwierige Lebensthemen zu bearbeiten. Es geht darum, auf eine respektvolle, wertschätzende und bewusste Weise verletzte Beziehungen auf einer tieferen Ebene anzuschauen, um Verwirrungen, Verstrickungen und Blockaden erstmals sichtbar zu machen.

Die Familien-Aufstellung eröffnet einen Zugang zu lange eingefrorenen Gefühlen, die gelebt werden möchten, jedoch bislang zurückgehalten und verdrängt wurden. In dem geschützten Raum einer Aufstellung können diese erfahren, erlebt und wieder integriert werden.

Von den Aufstellenden werden kaum Informationen über deren Familie sowie die Familiengeschichte preisgegeben.

Etwas kommt in Bewegung und gelangt in einen Prozess. Lösungen kann man nicht „machen“ oder erzwingen - sie werden uns geschenkt. Der nächste Schritt wird sichtbar.

Nach einer Zeit darf Schweres für immer vorbei sein. Wir entdecken die verborgene Liebe in uns,

sie kann wieder fließen. Wachstum entsteht, wenn Vergangenes zur Ruhe kommt. Wir finden unseren

Platz in der Familie, im Leben wie auch im Beruf. In der Aufstellung beginnt die Anbindung an die Kraft,

bisherige Verstrickungen lösen sich auf.

Wenn etwas ans Licht kommt, auch wenn es bedrückend erscheint, so gilt: die Wahrheit ist stets freundlich. Jetzt, wo sie sichtbar ist, wirkt sie weit über die Aufstellung hinaus. Hierbei geht es darum, zu wachsen und ein freier, selbständiger und selbstverantwortlich denkender und handelnder Mensch zu werden. 


Bei welchen Lebensthemen, Fragen oder Problemen helfen Aufstellungen?
 

  • in der Herkunftsfamilie: bei Konflikten, Problemen, Krankheiten, Verlusten oder ungeborenen Geschwistern bzw. ein allein geborener Zwilling; Frieden schließen mit den Eltern; Fluchtereignisse, Kriegsgeschehen, ein transgenerationales, über Generationen weitergegebene Trauma, „Wollte ich als Kind der kranken Mutter oder dem kranken Vater helfen und sie retten?“; „Woher kommt meine Wut?“, „Trage ich eine Last für jemand aus einer früheren Generation?“

  • bei Paar-Beziehungen wie auch in der Gegenwarts-Familie: zur Erhaltung, Verbesserung und zum Aufbau der Beziehung; Kinderwunsch, Kinderlosigkeit, Abtreibung, bei Trennung und deren Aufarbeitung; verlassene Eltern, Kontaktabbruch durch Kinder, verwaiste und trauernde Eltern auch bei Suizid des Kindes; Beziehungsmuster; „Trägt mein Kind etwas für mich?“

  • bei Kindern und Teenagern: bei Konflikten, Problemen, Krankheiten, Aggressivität, ADHS, Sucht oder Mobbing

  • bei Krankheit: zum Verstehen der Hintergründe und Dynamiken von Krankheiten und Symptomen, wie z.B. Depression, Erschöpfung, Angststörung, Panikattacken, wiederkehrende Traurigkeit, Essstörungen (wie z.B. Magersucht / Anorexie, Bulimie), Süchte aller Art, wie z.B. Alkoholsucht, Arbeitssucht, Aufputschmittel, Cannabis, Drogensucht, Eifersucht, Mediensucht, Spielsucht, Sexsucht, Pornosucht und weitere, oder auch unterstützend bei einer Psychose (wie einer schizophrenen Psychose oder einer durch Drogensucht ausgelösten)

  • bei eigenen Schicksalen: wie Trauma, Trennung der Eltern, Verlust von geliebten Menschen oder auch Tieren, Adoption, Missbrauch, Vergewaltigung, schwerer Geburt, Unfall, Kriegsereignis oder Verstrickung

  • in Beruf, Business & Management: bei Konflikten, Mobbing, Entscheidungsfragen, Kommunikation, Sinnkrisen oder die Frage: „Was hindert meinen Erfolg?“ z.B. als Angestellter, Selbstständiger, Führungskraft oder Unternehmer


Kurz gesagt, Aufstellungen sind überall dort dienlich, wo eine Entscheidung oder Veränderung gewünscht ist.

Gibt es Familien-Aufstellungen auch im Einzel-Setting?

Weitere Möglichkeiten zur Aufstellung mit Stellvertretern sind z.B. Aufstellungen mit Figuren oder Trance-Sitzungen. Beide Therapiearten zeigen ebenso Wege in die Heilung auf. Viele Klienten und Klientinnen haben durch diese Vorarbeit im Einzel-Setting den Mut zu einer Familien-Aufstellung mit Stellvertretern gefunden.
 

„Manchmal habe ich das Gefühl, dass ein Teil von mir fehlt und dass ich mich nicht weiter entwickeln kann, solange ich diesen Teil nicht gefunden habe.“

Ganz sein“ – „ich sein“ können wir erreichen, ohne dass sich die anderen in irgendeiner Weise ändern müssen. Die Lösung hängt nicht vom Verhalten unserer Eltern oder anderer Mitglieder der Familie ab.

Liegt der Schlüssel zum Glück immer in der Familie?

Die Familienseele ist ein Kraftfeld und umfasst alle, die zur Familie gehören. Mindestens vier Generationen: die Lebenden und die bereits Verstorbenen – unabhängig davon, ob wir von deren Existenz wissen oder nicht. Wie jedes System hat dieses Kraftfeld der Familienseele seine eigenen Ordnungen und Gesetzmäßigkeiten. Werden sie verletzt oder missachtet, so kann sich das über mehrere Generationen auswirken, z.B. in Form von Krankheiten, Unfällen, Schicksalsschlägen, chronischen Konflikten, Zerwürfnissen und Streitigkeiten.

Wer zum Beispiel ein Elternteil ausschließt, fühlt sich „reduziert“, vielleicht auch kraftlos. Damit wir uns vollends akzeptieren können, wie wir sind, ist es nötig unseren beiden Eltern zuzustimmen, so wie sie sind. Darüber hinaus bejahen wir alle, die zu unserer Familie gehören – und zwar die Lebenden wie die Toten. Wenn wir zustimmen und diesen Personen einen angemessenen Platz geben, fühlen wir uns „ganz“ - vollständig. Wir können uns dadurch aus uns selbst heraus entwickeln, weil unsere Ahnen hinter uns stehen und uns stützen.

bottom of page